
Also angefangen hat alles
einmal bei einem Besuch einer Band im Nebengebäude der St.Willehad
Kirche im Jahre 1971. Mensch, wenn ich das so schreibe merk ich
erst mal was für ein alter Sack ich schon bin. Na gut...aber auch
mit einer Menge Erfahrung!
Ich meine mich erinnern zu können, das es Max Meier und Band waren.
Auch an den alten VOX Gitarrenverstärker erinnere ich mich noch
gut. Und an einen Mundharmonikaspieler der Blues spielte! Von
diesem Moment an war bei mir eine große Begeisterung ausgebrochen
und ich war nicht mehr zu bremsen.
Ich kaufte mir dann sofort 2 Hohner Blues Harp Mundharmonikas und
versuchte mein Glück. Der Anfang war sehr schwer, zumal ich gar
keine Note konnte. Aber eines hatte ich; nämlich ein sehr gutes
Gehör und eine gute Aufnahmefähigkeit! Und so fing ich an zu
üben.
Meine Mutter rief immer, Wolfgang mach bitte deine Tür zu. Den Rest
kann man sich wohl denken, es muß in der Anfangszeit fürchterlich
geklungen haben. Aber ich ließ mich nicht beirren und arbeitete und
übte wo ich nur konnte.
Heute, nach sooo vielen Jahren bin ich der Meinung ich kann es
einigermaßen. Aber das lass ich lieber andere beurteilen.
Aber nun zum Singen. Diese Leidenschaft hatte noch früher begonnen.
Da war ich noch ein kleiner Pöks, als es mit dem Singen in der
Badewanne anfing. Diese einmalige Leidenschaft wird mich wohl mein
ganzes Leben begleiten!
Als die Zeit begann mit Styx und Michael Jackson habe ich fast
alles mitgesungen. Und ich war der Meinung, es hört sich schon ganz
gut an.
Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Montagezeit. Da gab es in
Gelsenkirchen eine Discothek; dort lief immer Karaoke. Ich glaube
diese Disco hieß „die Spitze“. Nach ein paar Drinks
sagte ich zu meinen Kumpels. Hört Euch das mal an. Die können doch
nicht singen, soooon Mist. Meine Kollegen lachten und meinten, wenn
du das besser kannst.
Ich sagte, na klar ich zeig’s denen mal. Hatte im Dunas auch
noch eine große Klappe und sagte: Wenn ich mich das nächste mal
dahin stelle mach ich den 1.Platz.
Und die Kollegen?? Ja wenn du das schaffst, dann geben wir dir
einen aus. In der folgenden Woche waren wir dann alle da. Es war
großer Andrang. Die Hütte war voll.
Und ich hatte wie ich vorher gesagt hatte gewonnen. Und das
ausgerechnet als Auswärtiger! Als Preis gab es eine Urkunde und
50D-Mark. Das Geld wurde gleich versoffen! Die Besucher waren alle
total aus dem Häuschen. Ja, und meine Kollegen waren ganz leise
geworden. Meine Güte,...war das ein geiles Gefühl. Das muß man
erlebt haben! Das war im Jahre 1982!
Das gleiche erlebte ich im übrigen nochmal auf Rhodos 1997. Es fand
in der Clubanlage ein Karaokeabend statt. Auch dieses mal hatte ich
die Nase vorn und belegte den 1. Platz.
Aber noch einmal kurz zurück zu den Wurzeln. Die allerersten
Gesangsversuche in einer Band waren im Jahre 1977/78. Das war noch
im alten Gebäude der alten Bücherei am Markt. (Erinnert ihr Euch
noch? Das war noch hinter Kuddelmann, wo das Eis immer so lecker
schmeckte!)
Da waren Band- u. Gesangsversuche mit Oliver Galle, ich glaube
seinem Bruder und Detlef Glückselig. Und?? Ist ja auch schon ein
bißchen her!
Einige Zeit später dann der 1.öffentliche Auftitt mit der
Gruppe Coastgarden am 04.03.1978 im gleichen
Gebäude. (Damals war es das Jugendzentrum).
Mit Michael Jacob, Knut Manke, Wilhelm Seamann und Jürgen Günther.
Das waren, wie gesagt die ersten Geh- und Stehversuche in einer
Band. Es folgten noch weitere Auftritte wie im damaligen AC in der
Peterstraße gegenüber von Mutter Brödel.
Danach ging es dann weiter mit der Gruppe Euphrat. Alle anderen
Bandmitglieder außer Jürgen Günther schlossen sich dieser Gruppe
an. Hier ging es schon viel professioneller zu. Es hat auch viel
Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Aber ganz ehrlich gesagt;
die Musikrichtung im Großen und Ganzen war nicht gerade mein Stil.
Jazz Rock ist ja auch wirklich Geschmacksache. Und auch nicht
einfach!
Aber so war die Zeit damals und schön war es ja auch! Der schönste
Auftritt in meiner Erinnerung war in Celle. Mit dabei waren auch
noch Andreas Damröse, Heiko Braunseis, Volker Jänicke, Holger
Wörner, Clemens Larisch und Hergen Küpker. Das war echt Klasse und
wir alle wurden fürstlich bedient. Eine Woche vor uns hat dort noch
Alexis Corner gespielt!
(Beworben hatten wir uns dort mit einer Democassette. Diese
Aufnahmen hatten wir in Delmenhorst in einem Tonstudio aufgenommen;
das hatte sich jetzt ausgezahlt!)
Und dann kam für mich erst einmal eine Pause. Mein Job und die
auswärtige Arbeitszeit ließen mir weiter keine Zeit.
Im Jahre 1983 war ich arbeitslos, sowas soll ja vorkommen!
Aber an irgendeinem Abend in der damaligen Bierakademie in der
Hafenstrasse sprach mich dann wieder einmal Andreas Damröse an. Na
Wolle, wie siehts aus? Wir brauchen noch einen
guten Sänger für die
Lehrerband im Luisenhof? Kurz vorher
noch als Tresspass!
Keine Frage, da ich jetzt wieder mehr Zeit hatte stieg ich wieder
ein! Wohl gemerkt! Es war noch zu der Zeit als die Lehrerband in
Urbesetzung aufspielte. Wieder einmal war es eine schöne Zeit und
wir alle hatten tolle Auftritte überall in dieser Region.
Nur dann einige Jahre später, ich arbeitete in der Wechselschicht,
gab mir eines Abends A.F. zu verstehen, ich brauchte mein Micro
nicht mehr einzuschalten. Sowas gibt es auch! Ich wusste auch nicht
warum? Na gut, dachte ich und fuhr zur Arbeit. Das wars dann!! Nach
so langer Zeit im Jahre 1989!! Das hab ich bis heute nicht
vergessen! An der Arbeitszeit konnte ich zu dem Zeitpunkt nun mal
nichts ändern.
Im Jahre 1992 stieg ich wieder ein in der Lehrerband. Aber
diesesmal gab es auf einmal 2 Bands. Nämlich die Lehrerband und
etwas später die Erste Allgemeine Lehrerband. Ich entschied mich
für „ Die
Lehrerband " mit Erwin Möckel. Auch
diesesmal war Andreas Damröse wieder mit von der Partie. Und als
weitere Mitspieler Rainer Fellensiek, Hergen Küpker und in der
Anfangszeit Reiner Strauch. Für den guten Sound sorgte die ganzen
Jahre Ralf Hartmann!
Die Jahre verflogen wie verrückt. Wir hatten sehr schöne und
erinnerungswürdige Auftritte dabei und gelernt hat man auch viel.
Keine Frage! Aber nach einigen Jahren war (in der Zwischenzeit
waren noch einige andere Mitspieler dabei) die Luft einfach raus.
Die Oldies wollte auch keiner mehr so richtig hören und die vielen
Zuhörer wurden weniger. Na ja, nach soo vielen Jahren ist man satt.
Im Herbst des Jahres 2001 ging dann aber auch gar nichts mehr.
Zuvor wurde noch einmal ein neuer Bandname gesucht. Es tauchte der
Name Funplugged auf, aber das wars dann endgültig. Die Gruppe löste
sich auf.
Ich hatte danach wirklich keine weiteren Ambitionen noch
irgendetwas zu machen. Immer wieder wurde ich gefragt? Na was macht
die Mucke? Und ich sagte: ich habe keinen Bock mehr! Diese Frage
stellte mir mein Arbeitskollege Stefan Scatulla sehr oft. Ich machs
nur noch mal mit absolut Top Leuten, das war meine Antwort.
Dabei muß man sagen, das Stefan zu der Zeit noch Gittarist bei den
Bollroom Bonds war! Und....es muß wohl Gottes Wunsch gewesen sein:
wieder einmal fragte mein Freund Andreas Damröse an, ob ich nicht
noch einmal richtig angreifen möchte mit ganz anderer Musik.
Nämlich die von Marillion mit Fish. Daran hatte ich noch immer eine
gute Erinnerung, denn wir hatten Ende der 80er Jahre mal 2 Stücke
zusammen ausprobiert.
Dann ein Test im Übungsraum im Herbst 2003 und wir stellten fest:
Mein Gott......das ist es! Einfach genial...! Gute Leute muß man
eben haben! Gute
Leute!
So haben wir uns: Andreas Damröse, Andreas Plump (ein fantastischer
Gittarist), Andreas Frey, Stefan Scatulla und ich uns
gefunden!
Da reift doch etwas Großes heran!!
Schön das ich das noch erlebe!